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Umweltschutz

Nachhaltigkeit nimmt bei der Mercedes-Benz Group einen hohen Stellenwert ein. Das Unternehmen handelt auf Grundlage einer nachhaltigen Geschäftsstrategie. Hier gehören ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung zusammen – und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Der Standort Kecskemét ist seit 2011 ein EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) registriertes Unternehmen. Des Weiteren ist das Werk gemäß ISO 14001 sowie ISO 50001 zertifiziert. Damit betreiben wir seit nunmehr 15 Jahren ein erfolgreiches Umweltmanagement. Im Einklang mit den Leitlinien des Konzerns bekennt sich Mercedes-Benz auch in Ungarn zu einer nachhaltigen Entwicklung einschließlich des Klima- und Umweltschutzes. Die jährliche Bewertung der Umweltleistung wird in unserer Umwelterklärung veröffentlicht, die auf der Webseite abrufbar ist. Auch im Bereich Umwelt garantieren wir unseren Stakeholdern Transparenz, womit wir Vertrauen untereinander schaffen. Unsere jährlichen Umweltziele legen wir unter Berücksichtigung von Umweltfaktoren und -auswirkungen fest, mit besonderem Augenmerk auf die Verringerung des Energieverbrauchs, der Emissionen und des Einsatzes von Ressourcen, sowie die Optimierung der Abfallwirtschaft.

Dank modernster Produktionstechnologien können wir Fahrzeuge mit Hybrid- oder rein elektrischem Antriebsstrang bauen, was die Schadstoffemissionen in der Nutzungszeit auf ein Minimum reduziert.

Unser Werk Kecskemét trägt durch die zahlreichen Initiativen kreativer, umweltbewusster Mitarbeitenden zum Schutz der lokalen Flora und Fauna bei: Die auf dem Gelände angelegte Wiese sowie die Bäume und Sträucher, die in mehreren Phasen gepflanzt wurden, verringern nicht nur den Wärmeinseleffekt, sondern begünstigen auch die Flora und Fauna.

Klimaschutz
Klimaschutz

Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind wichtige Eckpfeiler der Unternehmensstrategie der Mercedes-Benz Group. Die Weichen in Richtung bilanzielle CO2-Neutralität hat der Konzern mit der Ambition 2039 für unsere Neuwagenflotte schon 2019 gestellt. Auch das Mercedes-Benz Werk Kecskemét verfolgt dieses Ziel konsequent.

Die eigenen Fahrzeugproduktionsstandorte von Mercedes-Benz sind seit 2022[1] bilanziell CO2-neutral, und es ist geplant, bis 2030 mehr als 70 Prozent des Energiebedarfs in der Produktion mit erneuerbaren Energien zu decken. Dies wollen wir auch durch den verstärkten Einsatz von Solarenergie an den eigenen Standorten und durch den Abschluss weiterer entsprechender Stromabnahmeverträge erreichen.

Immissionsschutz ist ein zentrales Anliegen an unserem Standort, da wir uns der Verantwortung bewusst sind, die Umwelt und die Gesundheit von Menschen zu schützen. Es existieren verschiedene Arten von Emissionen, die in unserem Produktionsprozess entstehen. Um dem entgegenzuwirken, ergreifen wir Maßnahmen, um diese zu minimieren. Dabei unterscheiden wir zwischen direkten und diffusen Emissionen.

Direkte Emissionen sind die Emissionen, die unmittelbar aus unseren Produktionsanlagen resultieren. Dazu zählen beispielsweise Luftschadstoffe wie Staub, Stickoxide, CO, CO2 oder VOC, die bei der Verarbeitung von Materialien, der Lackierung von Fahrzeugen oder durch den Betrieb von Maschinen freigesetzt werden.

Diese Emissionen können durch den Einsatz moderner Technologien, effizienter Produktionsmethoden und gezielte Abgasreinigungssysteme signifikant reduziert werden. Diffuse Emissionen hingegen sind nicht punktuell und entstehen über größere Flächen oder durch unkontrollierte Quellen. Sie können beispielsweise aus Leckagen in Produktionsanlagen, Verdunstung von Lösungsmitteln oder der Lagerung von Materialien resultieren. Diese Emissionen sind oft schwerer zu erfassen und zu quantifizieren, haben jedoch ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt. Um diffuse Emissionen zu minimieren, setzen wir auf regelmäßige Wartung, Überwachung und die Implementierung von Best Practices in unseren Produktionsabläufen.

Um die Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die Luftqualität zu überwachen, führen wir kontinuierliche Luftqualitätsmessungen – sogenannte Emissionsmessungen durch und informieren die Öffentlichkeit in unserer jährlichen Umwelterklärung über deren Ergebnisse.

[1] Bilanziell CO2-neutral bedeutet, dass nicht vermiedene oder reduzierte CO2-Emissionen bei Mercedes-Benz durch zertifizierte Ausgleichsprojekte kompensiert werden.

Wasserschutz

Wasserschutz

Die Wasserversorgung des Werkes ist über das städtische Trinkwassernetz gewährleistet. Das zum Heizen benötigte Warmwasser wird in unseren Gebäudetechnik-Zentren mithilfe von Wärmetauschern erzeugt. Die Vorbehandlung des für den Automobilbau erforderlichen Prozesswassers erfolgt durch unsere Werkseinheiten. Die von unserem Unternehmen emittierten Abwässer lassen sich in technisches und soziales Abwasser unterteilen, wobei beide Kategorien jeweils etwa die Hälfte des Gesamtabwassers ausmachen.

Unser Sanitärabwasser gelangt direkt in das städtische Abwasserkanalnetz. Das aus der Vorbehandlung und der kathodischen Tauchlackierung stammende Abwasser wird in einer angeschlossenen Abwasserbehandlungsanlage vorgereinigt. Das vorbehandelte Betriebsabwasser wird ebenfalls in das städtische Abwasserkanalnetz geleitet.

Wir sind gesetzlich verpflichtet, die Qualität des im Werk anfallenden Abwassers an zwei Punkten zu messen, nämlich an der letzten pH-Kontrollstelle in unserem Gewerk Oberfläche und an der letzten Endübergabestelle des Werksgeländes. Die Messungen werden jeden Monat von einem akkreditierten Prüflabor gemäß unserem Selbstüberwachungsplan durchgeführt.

Bodenschutz

Bodenschutz

Am Standort wurden insgesamt 8 Brunnen zur Überwachung der Grundwasserqualität errichtet. Die Grundwasserqualität wird jährlich untersucht, wobei folgende Komponenten gemessen werden: pH-Wert, spezifische Leitfähigkeit, Extrakt aus organischen Lösungsmitteln, sämtliche gelösten und suspendierten Feststoffe, chemischer Sauerstoffbedarf, Mineralkohlenwasserstoffe, Nitrat, Nitrit, Ammonium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Cadmium, Blei, Chrom und Nickel.

Die Ergebnisse der jährlichen Messungen entsprechen stets den amtlichen Vorschriften.

Abfallwirtschaft

Abfallwirtschaft

In unserem Werk entstehen durch die technologischen und betrieblichen Prozesse sowie die Produktion bzw. je nach Anzahl der Mitarbeiter Verpackungsabfälle unterschiedlicher Mengen und verschiedener Gefahrenklassen. Entsprechend den Umweltschutzzielen der Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Kft. haben wir das Vorbeugen der Abfallentstehung und die kontinuierliche Reduzierung des Abfallvolumens auch 2025 als wichtige Aufgabe betrachtet. Einen erheblichen Teil des in dem Gewerk Oberfläche anfallenden verschmutzten Steinmehls verwerteten wir als Nebenprodukt, sodass im Jahr 2025 für jedes produzierte Auto 7,4 kg weniger Abfall anfiel.

Durch die Zusammenarbeit mit Entsorgungsunternehmen haben wir eine Verwertungsquote von fast 100% erreicht, was auch im europäischen Vergleich ein bedeutendes Ergebnis ist.

Energiewirtschaft

Energiewirtschaft

Das Umweltbewusstsein, die rationale Nutzung von Energiequellen und der Einsatz erneuerbarer Energien werden heutzutage immer wichtiger – deshalb widmet sich auch das Werk diesen besondere Aufmerksamkeit. Im Sinne dessen betreibt es ein Energiemanagement-System gemäß ISO 50001, das mit regelmäßigen Überprüfungen und Energieaudits optimiert wird. Im Bereich Energiemanagement werden jedes Jahr immer ambitioniertere Ziele gesetzt, die Leistung kontinuierlich überwacht und nach neuen Verbesserungsmöglichkeiten gesucht.

Innovation ist im Werk allgegenwärtig – von der Energieerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung bis hin zu den Beleuchtungssystemen. Die Energiezentrale versorgt die Produktionsbereiche und die Gebäude mit Erdgas, Brauch-, Warm- und Trinkwasser, Strom, Prozess- und Heizwärme, Kühlwasser sowie Druckluft. Die Energiezentrale hat 2025 auch zwei gasbefeuerte Blockheizkraftwerke betrieben, die der kombinierten Erzeugung von Wärme und Strom dienten. Der Prozess- und Raumwärmebedarf des Werks wurde von vier gasbefeuerten Kesseln mit Rauchrohren gedeckt, deren Wirkungsgrad durch die Installation von Rauchgaswärmerückgewinnungsanlagen gesteigert wurde.

Im Jahr 2022 wurde durch die Beschaffung von Grünstrom eine bilanziell[2] CO2-neutrale Produktion erreicht, der nächste Schritt ist die langfristige Substitution von Erdgas durch den Einsatz von erneuerbaren Energien. Auch die Versorgung der neuen Fertigungslinien wird ausschließlich mit Grünstrom gewährleistet. Daneben installieren wir auch Solarsysteme und elektrisch betriebene Wärmepumpen zur Bereitstellung von Wärmeenergie für die Produktionsprozesse sowie die Haustechnik, die die oben genannten erdgasbefeuerten Anlagen vollständig ersetzen.

Wärmepumpen wandeln aufgrund ihrer hohen Wirkungsgrade die Energie für Heizwasser sowie Kaltwasser aus einer gegebenen Stromeinheit viel effizienter um als herkömmliche Gaskessel und Kompressionskältemaschinen. Dadurch wird sich unser Primärenergieverbrauch pro Auto verbessern. Einen Teil des Systems stellt ein elektrischer Heizkessel dar, der den Wärmebedarf an extrem kalten Wintertagen decken kann.

Neben der Erfüllung unserer jährlichen Mengen- und Qualitätsziele wurden auch Ziele im Bereich der Energieeffizienz gesetzt. Für diese werden eine Reihe von Maßnahmen in unserer Gebäude- und Anlagentechnik sowie in der Energieerzeugung durchgeführt, um die Energieeffizienz des Werks zu verbessern und die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. 

Durch die eingeführten Energieeffizienzmaßnahmen wurden im Jahr 2025 als Gesamteffekt von 48 individuellen Maßnahmen rund 2,2 GWh Energie eingespart

Eine der wichtigsten Maßnahmen wurde im Bereich des Lacktrocknungsofens in den Gewerk Oberfläche umgesetzt. Im Rahmen dieser Maßnahme wurde die Drehzahlregelung der beiden Ventilatoren, die den Arbeitsplatz versorgen, in Abhängigkeit vom Füllgrad der Anlage realisiert. Das bedeutet, dass die Ventilatoren bei fehlenden Werkstücken in der Trocknungsanlage mit einer niedrigeren Drehzahl betrieben werden können, wodurch sich ihr Stromverbrauch und ihr Gasverbrauch verringern.

Neben der Optimierung der bestehenden Anlagen ist es ebenso wichtige Aufgabe, in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung der Standortplanung die Energieeffizienz neuer Anlagen und Produktionslinien bereits in der Konstruktionsphase zu überprüfen sowie die modernsten Energieeffizienzlösungen zu berücksichtigen.

Da das Werk auch außerhalb der Produktionszeiten einen Grundlastverbrauch hat, wurde auch ein besonderes Augenmerk daraufgelegt, den Energieverbrauch des Werks während der produktionsfreien Phasen – an Wochenenden, während der Pausen am Jahresende, bei Renovierungsarbeiten – zu minimieren. Heute organisieren wir die Stillstandszeiten auf Prozessebene und erstellen detaillierte Pläne für den Betrieb der betroffenen Produktions- oder Haustechnikanlagen, um den Verbrauch auf einem möglichst niedrigen Stand zu halten, während auch die Durchführung notwendiger Wartungs- und Umbauarbeiten gewährleistet wird.

[2] Bilanziell CO2-neutral bedeutet, dass nicht vermiedene oder reduzierte CO2-Emissionen bei Mercedes-Benz durch zertifizierte Ausgleichsprojekte kompensiert werden.​​​​​​

Umwelt in Zahlen

Klimaschutz

es ist geplant, bis 2030 mehr als

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Prozent des Energiebedarfs in der Produktion mit erneuerbaren Energien zu decken.

Bodenschutz

Am Standort wurden insgesamt

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Brunnen zur Überwachung der Grundwasserqualität errichtet.

Abfallwirtschaft

Im Jahr 2025 anfiel für jedes produzierte Auto

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dkg weniger Abfall.

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